Der in Berlin geborene Dirigent studierte an den beiden Musikhochschulen seiner Heimatstadt unter anderem bei Sebastian Weigle und Prof Rolf Reuter Horn, Klavier und Dirigieren.
Schon früh begann er in der freien Operszene Berlins als Pianist und Dirigent tätig zu werden und hat hier mit Ensembles wie der Neuen Opernbühne Berlin und dem INBOCCALLUPO-Ensemble ein breites Feld von Mozart (u.a. “Figaros Hochzeit” und “Cosi fan tutte” mit Annette Dasch in der Hauptrolle) bis zu zeitgenössischen Kammeropern (Hartmann, Britten, Casken, Maxwell-Davis) zur Aufführung gebracht. Als Dirigent einiger Jugend und Studentenorchester (Sinfoniette 92, Junge Sinfonie Berlin, Akademisches Orchester Berlin, LJO Hessen, Julius-Stern-Kammerorchester) hat er sich darüber hinaus schon zu Studienzeiten ein breites sinfonisches Repertoir erarbeitet. Als Assistent hat er für Marc Piollet, Rudolf Barschai (Bundesjugendorchester) sowie Lothar Zagrosek (Junge Deutsche Philharmonie) gearbeitet.
Eine Assistenz brachte in auch 2002 zu den Salzburger Festspielen, wo er in der Produktion “Die Liebe der Danae” für Fabio Luisi arbeiten durfte. Schüller blieb den Salzburger Festspielen bis zum Sommer 2007 verbunden. In den letzten zwei Jahren war er dort als Chor-Direktor tätig und hat unter anderem die Einstudierung der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor für “Le Nozze di Figaro”, “La Clemenza di Tito”, “Entführung aus dem Serail”, “Freischütz”, “Bevenuto Cellini” und einiger Konzerte vorgenommen. Dies brachte ihn in Kontakt zu Regisseuren wie Martin Kusej, Klaus Guth, Srephan Herheim, Falk Richter und Philip Stölzl sowie zu Dirigenten wie Markus Stenz, Valerie Gergiev, Bertrand deBilly und vor allem Nikolaus Harnoncourt.
2003 wurde Schüller ins “Dirigentenforum” (ein Förderprogramm des deutschen Musikrats) aufgenommen und verdankt dieser Förderung u.a. Kurse bei Roberto Paternostro und Peter Gülke.
In der Saison 2003/04 wurde Schüller an die Wiener Volksoper verpflichtet, wo er seit dem als Kapellmeister tätig ist und ein breites Repertoir von über 20 Opern, Operetten und Balletten dirigiert hat. (Zuletzt u.a. Tosca, Martha, Carmen, Spanische Stunde, Die Kluge, Freischütz, Hänsel und Gretel, Fledermaus, Sommernachtstraum, etc.) In den Jahren 2005 und 2006 war darüber hinaus am Staatstheater Wiesbaden als 2.Kapellmeister engagiert und hat dort unter anderem Stücke wie Rigoletto, Madama Butterfly, Boheme, Zauberflöte, Figaro, Entführung aus dem Serail, Carmen und vieles mehr dirigiert.
Seit der Saison 08/09 ist Schüller auch an der Leipziger Oper tätig, wo er als 1.Kapellmeister neben zahlreichen Ballettabenden (Schwanensee, Nussknacker, Romeo und Julia) u.a. mit Wagners “Holländer”, Janaceks “Jenufa”, Mozarts “Don Giovanni” und einer Neuproduktion von Rossinis “Barbier” zu erleben war. In dieser Spielzeit wird er dort außerdem “Onegin”, “La Boheme”, “Aida” sowie Rossinis “Turco in Italia” dirigieren.
Weitere Engagements führten ihn an die Komische Oper Berlin und im Dezember 2009 auch an das Opernhaus Köln. Konzerte dirigierte er in den letzten Jahren beim Istanbul Philharmonic Orchestra, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dem Berliner Sinfonie Orchester, dem Staatsorchester Kassel, den Münchner Symphonikern, sowie den Landesjugendorchestern von Hessen, Schleswig-Holstein und Oberösterreich
2008 war Schüller auch beim Tokyo-Gastspiel der Volksoper Wien zu erleben, wo die von ihm geleiteten Aufführungen von Flotows “Martha” und Suppés “Boccaccio” mit großen Ovationen gefeiert wurden.
Seit dem Gründungsommer 2005 ist Andreas Schüller musikalischer Leiter des Niederösterreichischen Festivals in Retz, das sich neben der Pflege von Kirchenopern vor allem der Literatur widmet und so einen ungewöhnlichen gattungsübergreifenden Bogen zu spannen versucht. Nach Werken von Martinu, Ullmann, Britten, Petr Eben, Josef Myslivecek und Jan Dismas Zelenka in den vergangenen Jahren, wurde im Festival-Sommer 2010 Henry Purcells “Dido and Aeneas” unter seiner Leitung aufgeführt.
Neben dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen (JPON), dessen musikalischer Leiter Schüller seit dem Sommer 2008 ist, gab es zuletzt auch ein weitere Studentenorchester-Zusammenarbeit mit der Jungen Sinfonie Berlin, mit der Schüller Mahlers 7.Sinfonie in der Berliner Philharmonie zur Aufführung gebracht hat. Dort wird er im September erneut zu erleben sein mit ”Also sprach Zarathustra”, sowie der 10. Sinfonie von D. Schostakovitsch.
In den kommenden Monaten wird Schüller außerdem an der Oper Graz und bei den Jenaer Philharmonikern debutieren.